Heinz Peter Geißler
Lyrikpreis Meran 2026 gestiftet von der Südtiroler Landesregierung
Verica Tričković
Alfred-Gruber-Preis gestiftet von der Stiftung Südtiroler Sparkasse
Hartwig Mauritz
Medienpreis RAI Südtirol
Heinz Peter Geißler
Lyrikpreis Meran 2026 gestiftet von der Südtiroler Landesregierung
Verica Tričković
Alfred-Gruber-Preis gestiftet von der Stiftung Südtiroler Sparkasse
Hartwig Mauritz
Medienpreis RAI Südtirol
Preise:
Heinz Peter Geißler
Lyrikpreis Meran: 8.000 Euro (Südtiroler Landesregierung)
„Einige wenige Gedichte vermögen es, uns auf die “Schattenrost”-Seite der Wörter zu führen, dorthin, wo der Tag „mitm Zittern der Nachholgeschwindigkeit“ zu beginnen pflegt. Diese Gedichte sind in ihrem Eigensinn beharrlich; sie löcken nicht nur wider den Stachel, sondern scheinen der Sache selbst den Stachel zu ziehen. Sie fügen sich aus verblüffenden Sentenzen, die niemals gesucht, immer aber unmittelbar einleuchtend sind.“
Verica Tričković
Stiftung Südtiroler Sparkasse: 4.000 Euro
"Der zweite Preis würdigt eine Lyrik, die tagein von der Vergangenheit spricht – und tagaus von der Schwierigkeit, das Vergangene noch zu fassen, mit ihm umzugehen, für das Geschehene, für Verletzungen und Verletzlichkeiten eine Sprache zu finden, Ängste zu adressieren, die mehr als nur die eigenen sind. [...]. Die poetischen Bewegungen führen in die Tiefe des Kupferbergwerks bei Bor, in Trichter aus Trauer, in die Geschichte von Großvater, Vater und Müttern. Mit Tiefenechos aus diesen und anderen «geschärften Fördergründen» suchen die Verse einzukreisen, «wo ich herkomme» – in tastenden Bewegungen, die neben berückender Schönheit Spuren von Gewalt offenbaren, in denen Schafe keine harmlosen Akteure in Tiergeschichten sind.“
Hartwig Mauritz
Medienpreis RAI Südtirol: 3.000 Euro
„Was vermag Lyrik? Sie vermag es, einzelne Momente, die tief im kollektiven Vergessen versunken sind, der Auslöschung wieder zu entreißen. Die Gedichte, die wir heute auszeichnen möchten, vermögen es sogar, den Blick hinter fast vergessene historische Ereignisse auf Einzelschicksale zu richten, die in keinem Geschichtsbuch stehen. Diese Gedichte stemmen sich gegen das Vergessen, sie machen die Auslöschung rückgängig, sie geben die Würde den Namenlosen, den Geschundenen einen Augenblick lang zurück; für die Dauer eines Gedichts vermag Lyrik der Gegendiskurs sein, der dem Narrativ der Geschichtsbücher oft fehlt. Der uneitle Sprachgestus, das nüchterne Pathos dieser Trauergedichte, ihre ästhetische Freiheit, die sich nicht um literarische Trends kümmert, die nicht um die Gunst der Kritiker buhlt, bilden zusammen das Alleinstellungsmerkmal dieser Gedichte, die die Jury so sehr angesprochen haben, dass wir sie auszeichnen möchten.“
Komitee Lyrikpreis Meran:
Elmar Locher, Ferruccio Delle Cave, Robert Huez, Ulrich Stadler, Ernest Wichner
Organisationsteam:
Katrin Klotz und Christine Vescoli
Partner:
Stadtgemeinde Meran, Stadtbibliothek Meran, Kurverwaltung Meran, Südtiroler Landesregierung – Abteilung Deutsche Kultur, Stiftung Südtiroler Sparkasse
Kontakt:
Elmar Locher (Präsident), Christine Vescoli (Presse)
info [at] lyrikpreis-meran.org
(*1996), Wien
München und Cormoret/Schweiz (*1962)
Hamburg (*1982)
Berlin, (*1967)
München, (*1993)
Vaals, NL, (*1964)
Iserhagen, D, (*1961)
Wien (*1960)
Konstanz (*1972)
Heinz Peter Geißler
Lyrikpreis Meran 2026 gestiftet von der Südtiroler Landesregierung
Verica Tričković
Alfred-Gruber-Preis gestiftet von der Stiftung Südtiroler Sparkasse
Hartwig Mauritz
Medienpreis RAI Südtirol
(*1981 in Wrocław, Polen) ist Autorin und Übersetzerin. Zuletzt erschienen: „wehbuch“, Urs Engeler/roughbooks 2016; „liedvoll, deutschyzno“, kookbooks 2020. Sie lebt in Itzum und Saint-Jean-sur-Veyle.
(* 1956 in Lienz) ist Literaturkritiker und Herausgeber, er lebt in Salzburg. Studium der Germanistik und Geschichte in Salzburg. Zuletzt: "Die unbekannte Größe. Ein Essay zum literarischen Werk von Ernst Brauner", Klagenfurt 2019; "Mein Proust-Moment. Was die Erinnerung großer Autoren zum Blühen bringt", Salzburg 2021; "Der Gegenkanon. Bücher, die auf der Strecke bleiben, und solche, die auf der Strecke bleiben sollten", Salzburg 2022.
(* 1977 in Bottrop), lebt und arbeitet in Berlin und Mainz. Studium der Literaturwissenschaften in Mainz und Glasgow, Promotion über die Joycerezeption in Deutschland nach 1945, wissenschaftliche Mitarbeiterin in Mainz, Essen und Flensburg und von 2017 bis 2021 Postdoktorandin im Graduiertenkolleg „Literatur- und Wissensgeschichte kleiner Formen“ an der Humboldt-Universität zu Berlin. Habilitation über „Brevitas. Kürze zwischen Ökonomie und Ästhetik“. Sie ist Gastprofessorin an der HU Berlin, Mitglied in Literaturpreisjurys und Moderatorin in Literatur-, insbesondere Lyrikveranstaltungen. Zuletzt: „Verkleinerung". Hg. v. Maren Jäger, Ethel Matala de Mazza u. Joseph Vogl. Berlin: De Gruyter, 2021 (Minima; 1); "Text & Kritik 226": Ulrich Peltzer. Hg. v. Bernard Banoun u. Maren Jäger. München: edition text + kritik, 2020; "Ichtexte. Beiträge zur Philologie des Individuellen". Hg. v. Christopher Busch, Till Dembeck u. Maren Jäger. Paderborn: Schöningh, 2019, S. 185-213.
(* 1971 in Itzehoe), lebt in Berlin und arbeitet dort für das Programm des Hauses für Poesie und für das poesiefestival berlin. Übersetzer und neuer ständiger Herausgeber des Jahrbuchs der Lyrik sowie der Mitherausgeber der Berliner Rede zur Poesie. Studium der Germanistik, Philosophie und Kunstgeschichte, Promotion zur Heldenkonzeptionen in der Populärkultur.
Zuletzt: Übersetzungen: Denise Riley: "A Part Song/Mehrstimmer Gesang", hochroth Berlin 2018; Leonard Cohen, "The Flame/Die Flamme", Kiepenheuer & Witsch 2018; Richard Scott: "Le jadin secret“, hochroth Berlin 2021.
(*geb. 1974 in Basel), lebt und arbeitet in Zürich, dort seit 2011 Professor für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, davor Studium und Forschungstätigkeiten in Basel, Tübingen, Freiburg im Breisgau, Frankfurt am Main, Berlin und Hildesheim. Zuletzt: "Celans Lanzen. Entwürfe, Spitzen, Wortkörper" (Diaphanes 2020); (Hrsg. mit Agathe Mareuge); "The Return of DADA / Die Wiederkehr von DADA / Le Retour de DADA" (Les presses du réel 2022); "Literarisches Schreiben. Grundlagen und Möglichkeiten" (Reclam 2022).
(*1996), Wien
München und Cormoret/Schweiz (*1962)
Hamburg (*1982)
Berlin, (*1967)
München, (*1993)
Vaals, NL, (*1964)
Iserhagen, D, (*1961)
Wien (*1960)
Konstanz (*1972)
*1963, in Esch/Alzette (Luxemburg)
Lebt und arbeitet in Köln
Ausbildung: Studium der Germanistik und Philosophie in Luxemburg, Heidelberg und Köln
Letzten 3 Veröffentlichungen:
Madame Köpenick (Theater), capybarabooks 2022
Lärm (Roman), capybarabooks 2021
Die Lombardi-Affäre (Roman), capybarabooks 2020
*1982, in Boston/Massachusetts.
Lebt und arbeitet in Unterfranken und Wien.
Er studierte klassische Philologie (Griechisch) und Katholische Theologie an der National University of Ireland, the Goethe-Universität sowie der Hochschule der Jesuiten St. Georgen in Frankfurt am Main.
nach den narkosen. Gedichte, Verlag Das Wunderhorn, Heidelberg 2017
Tattoo & Religion. Die bunten Kathedralen des Selbst. Interviews., Verlag Das Wunderhorn, Heidelberg 2019.
innere organe. Gedichte, Verlag Das Wunderhorn, Heidelberg 2022
*1974 in Bayern, lebt und arbeitet in Wien. Sie studierte Philosophie, Komparatistik, Gräzistik und Orientalistik in München und Wien. Für ihre schriftstellerische Arbeit wurde sie mehrfach ausgezeichnet; zuletzt erhielt sie 2021 das Wiener Literatur Stipendium für den Lyrikzyklus „Zoon poietikon“.
„Hinterwelt oder Aus einem Spiegelkabinett“ (Erzählungen, Sisyphus 2018)
„Weiße Salamander“ (Gedichte, edition offenes feld 2020)
„Europaia.“ (Gedichte, Sisyphus 2021)
Zwischen Echternach, Stils Maria und Venedig, zwischen Wolf Biermann, Novalis und Rilke bewegen sich die Gedichte von Konstantin Ames. Nie aber werden sie heimisch in der Formensprache von Pathos und Betulichkeit. Was Konstantin Ames macht, ist ein poetischer Zugriff auf die Welt, der ihre sinnlichen Qualitäten nicht unterschlagen will, der das Unmittelbare der Rede laut werden lässt, der poltert und sanft sein kann, dort wo es wichtig ist. Es sind poetologische Gedichte und auch Gedichte über eine Heimat namens Deutschland. Konstantin Ames schreibt Elegien, die nicht elegisch sind, und die Triebkraft seiner Trauer ist der Witz.
Zwischen Echternach, Stils Maria und Venedig, zwischen Wolf Biermann, Novalis und Rilke bewegen sich die Gedichte von Konstantin Ames. Nie aber werden sie heimisch in der Formensprache von Pathos und Betulichkeit. Was Konstantin Ames macht, ist ein poetischer Zugriff auf die Welt, der ihre sinnlichen Qualitäten nicht unterschlagen will, der das Unmittelbare der Rede laut werden lässt, der poltert und sanft sein kann, dort wo es wichtig ist. Es sind poetologische Gedichte und auch Gedichte über eine Heimat namens Deutschland. Konstantin Ames schreibt Elegien, die nicht elegisch sind, und die Triebkraft seiner Trauer ist der Witz.
Zwischen Echternach, Stils Maria und Venedig, zwischen Wolf Biermann, Novalis und Rilke bewegen sich die Gedichte von Konstantin Ames. Nie aber werden sie heimisch in der Formensprache von Pathos und Betulichkeit. Was Konstantin Ames macht, ist ein poetischer Zugriff auf die Welt, der ihre sinnlichen Qualitäten nicht unterschlagen will, der das Unmittelbare der Rede laut werden lässt, der poltert und sanft sein kann, dort wo es wichtig ist. Es sind poetologische Gedichte und auch Gedichte über eine Heimat namens Deutschland. Konstantin Ames schreibt Elegien, die nicht elegisch sind, und die Triebkraft seiner Trauer ist der Witz.
Ebenso subtil wie kenntnisreich geht Markus R. Webers Text „darwin, die beteiligten“ mit Charles Darwins Vita zugleich der Entwicklungsgeschichte der Arten nach. Ein dichtes Netz von Zitaten und eine souveräne Breite lyrischer Verfahren zeichnen ihn aus. Bei aller Luzidität behält er viele Momente der Rätselhaftigkeit. In seiner spannungsgeladenen Vieldeutigkeit beweist er die Wandlungskraft eines Gedichts: Aus dem Vorsprachlichen, aus dem Sprachfehler, aus dem Redeabbruch kreiert er Poesie.
Mit dem Medienpries der RAI Südtirol wird Mikael Vogel gewürdigt für seinen konzentrierten Gedichtzyklus über das Aussterben von Tierarten von Beutelwolf bis zum Bengalgeier.
Vogel operiert mit der Form von Lexikoneinträgen, die er zugleich anzitiert wie in beeindruckender Diskretion überstiegt; Eindringlichkeit entsteht so durch äußerste Sachlichkeit.
Ursachen und Bedingungen Aussterbens werden ohne moralisierende Verkleinerungen vorgetragen, und doch bzw. gerade dadurch markiert Mikael Vogel scharf und höchst differenziert die Verantwortlichkeit des Menschen. In seine Epitaphen sowie den eingesprengten Zeitkapseln verschränkt der Autor Natur- sowie Kulturgeschichte in ihrer wechselseitigen Bedingtheit.
„Als Meister der Neugier weckenden Eingangszeile einer mäandernden Poesie, in der Zuckerfabriken und Schachtelhalme starke Momente haben und Schafe im Dunkeln leuchten: für Gedichte, die sowohl die Formenkunst des Sonetts wie des rhythmisierten Langgedichts beherrschen, für Gedichte, die bei aller überbordenden Fabulierkunst politische und historische Schrecken streifen und Haken schlagend mit kühnen Volten zwischen bitterer Komik und Melancholie changieren erhält Thomas Kunst den Meraner Lyrikpreis 2014.“
Für eine Lyrik mit romantischer Emphase und dichterischem Assoziationswirbel, in dessen ruhigen Zentrum abgedunkelte Limousinen vorfahren und Mozart mit den Ohren von Schäferhunden gehört wird; für eine Montage von Welt, in deren Wortrausch sich Eichendorff und der höhere Kalauer mit einer Philosophie der Lichts verbinden erhält Tom Schulz den Alfred-Gruber-Preis 2014.
Für mediterran beleuchtete Elegien, in denen Kindheitserinnerungen und Sehnsuchtslandschaften auf subtile Weise ineinander geschoben werden, für eine Poesie, in der die Reflexion auf die Reise geschickt und Stanniolpapier, Tauben und Filmdosen zu unvermuteten Bildern einer größeren Welt werden erhält Jan Volker Röhnert den Medienpreis der RAI Südtirol 2014.
„Für Gedichte, die Stationen einer Biographie in schillernden Bildern, in saloppem und hohem Ton abschreiten, die anspielungsreich Literatur, Kunst, ein ganzes Dichterleben umfassen und auf ihrer paradoxen Suche nach Klarheit einen Paradiesgarten finden - bekommt Uwe Kolbe den Lyrikpreis Meran 2012.“
„Für einen Zyklus, der bei kluger Abwägung aller poetischen Mittel – Metaphorik, Klang, Dialekt – zu einer atmosphärisch dichten Komposition führt, für im Grundton elegische Miniaturen, denen es gelingt, eine Industrielandschaft, eine Zeit auf berührende Weise im Gedicht zu bewahren, erhält Christoph Wenzel den Alfred-Gruber-Preis 2012.“
„Eine Poesie, die sich auf den Zauber des Phantastischen versteht, genauso wie auf den Blick für die verborgenen Öffnungen und Zwischenräume, die „subraumrisse“, in denen immer wieder etwas Neues anfangen kann. Der dichterische Schwung dieses surrealistisch unbekümmerten Lobs der Torheit überzeugte die Jury – der Medienpreis des RAI Sender Bozens geht an Karin Fellner.“
Elmar Locher, Ferruccio Delle Cave, Robert Huez, Ulrich Stadler, Ernest Wichner
Katrin Klotz (Südtiroler Künstlerbund) und Christine Vescoli (LiteraturLana)
Christine Vescoli
info [at] lyrikpreis-meran.org
Stadtgemeinde Meran
Stadtbibliothek Meran
Südtiroler Landesregierung – Abteilung Deutsche Kultur
Stiftung Südtiroler Sparkasse